Die Begünstigten des 2. AFL stellen sich vor

Wir freuen uns sehr auch dieses Jahr zwei Projekte aus Aachen unterstützen zu können. Insgesamt 15.000€ werden gespendet. Das Motto des Aachener Firmenlaufs lautet wie immer: "Von Aachener Unternehmen für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Euregio". Darüber hinaus versuchen wir als Organisationsteam, bestehend aus den Aachener Unternehmen MedAix, der Barmer und Intersport Drucks, die Aachener Sportvereine sowie Institutionen zu unterstützen, die sich gezielt für Gesundheit, Bewegung, Prävention, Integration und Gewaltfreiheit bei Kindern und Jugendlichen einsetzen.
Im Folgenden stellen sich die begünstigten des 2. Aachener Firmenlaufs vor:

7.500€ gehen an

Jugend im "Kampf gegen Gewalt" Aachen e.V.

Der Verein wird aus verschiedenen Gesellschaftskreisen unterstützt. Die Mittel werden schwerpunktmäßig in Sportausrüstungen investiert, die die Aachener Sportvereine in Eigenregie pflegen und einsetzen. Damit wird ein Grundsatz Realität: Möglichst alle Jugendlichen sollen die Chance erhalten, ihren Sport zu treiben, denn Sport ist so etwas wie der natürliche Feind von Aggression, Sport fördert die Integration von Jugendlichen verschiedener sozialer und nationaler Herkunft. Fairplay wird zu einer selbstverständlichen Lebenshaltung.

Jugend im “Kampf gegen Gewalt“ ist eine Aachener Initiative das heißt, dass auch die Identifikation der jungen Menschen mit ihrer Stadt gefördert wird.

Breitensport passiert in der Städten und Gemeinden, aus diesem Grund stellt die Initiative immer mehr Vereinen hochwertige Sportausrüstungen zur Verfügung. Ein weiterer Aspekt kommt hinzu: Die Initiative ist zu einer Art Netzwerk geworden. Durch das Zusammenwirken von Unterstützern aus Politik, Wirtschaft, Medizin, Medien und Einzelhandel haben sich viele Perspektiven fur Jugendliche ergeben, in Arbeit und Ausbildung zu kommen.

Dies ist ein zweites Standbein der Initiative: Zur Begeisterung für den Sport kommen soziale Chancen, und die bieten den Nährboden, um auch jungen Menschen aus schwierigeren sozialen Verhältnissen nachhaltige Perspektiven fürs Leben zu eröffnen.

7.500€ gehen an

Aachen macht satt

"Es gibt Kinder in Aachen, die mit knurrendem Magen in der ersten Unterrichtstunde sitzen oder noch nie in ihrem Leben eine frisch gekochte warme Mahlzeit gegessen haben", weiß Julia Frambach: "Nicht ein paar, sondern alles in allem vierstellig. Das ist leider die Realität." Und weil das für sie „gar nicht geht“, hat sie im Oktober 2010 mit dem Hörfunkredakteur Ulrich Stratmann die private Initiative "Aachen macht satt" ins Leben gerufen. Seitdem vernetzen sich dort Vereine, Schulen, Unternehmen und bereits bestehende Initiativen oder Projekte, aber auch Privatpersonen, die gemeinsam konkret und praktisch etwas verbessern möchten.

"Aachen macht satt" ist ein soziales Netzwerk gegen den Hunger von Kindern in Aachen. "Wer unsere Arbeit unterstützt, macht konkrete Aktionen und Projekte gegen Kindernot in unserer Stadt möglich", so Organisator Ulrich Stratmann. Hungrige Kinder in Aachener Schulen und Kindergärten - dieses Bild hat Julia Frambach einfach nicht losgelassen: "Nachdem auch ich erst mal weggeguckt habe, wollte ich mich schließlich nicht mehr damit abfinden und etwas tun." Ihr Leitmotiv dabei: Nur mit ausreichend Nahrung funktionieren Lernen, Kommunikation, Freundschaft und Selbstverwirklichung!

"Aachen macht satt" will jedoch nicht nur mit finanziellen Mitteln eingreifen, sondern vielmehr auch Antworten auf zentrale Fragen wie "Warum können viele Familien nicht das notwendige Essensgeld für die Kindertagesstätte aufbringen?" finden. Die Praxis ist alarmierend. "Wir wissen von vielen Eltern", so Ulrich Stratmann, "dass sie mit frischen Lebensmitteln gar nichts anzufangen wissen!" Der schlechte Umgang mit Geld sei ein weiteres generelles Problem. Erste Hilfestellungen konnten bereits umgesetzt werden: Mutter-und-Kind-Kochkurse sowie die Unterstützung des bundesweiten Gesundheitsvorsorgeprogramms "AGIL® - Aktiver, Gesünder Is(s)t leichter" haben sich in Aachener Kindertagesstätten und Schulen etabliert. So bescheinigt etwa der zahnärztliche Dienst der Stadt Aachen den Kindern nach zwei "agilen" Jahren eine gute Zahngesundheit und ein profundes Wissen über gesunde Ernährung.